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Thai Curry mit Erdnüssen: Rezept, Varianten & Tipps

Thai Curry mit Erdnüssen ist ein cremiges, aromatisch-würziges Gericht der thailändischen Küche, das Kokosmilch, Currypaste und Erdnüsse zu einer tiefen, nussigen Sauce verbindet. Es vereint Schärfe, Süße und Umami in einem Topf – und ist in der Heimküche überraschend schnell realisierbar.

Kurz zusammengefasst

Seiteninhalt

Thai Curry mit Erdnüssen basiert auf Kokosmilch, einer Currypaste deiner Wahl und Erdnüssen oder Erdnussbutter. Das Gericht funktioniert mit Hähnchen, Tofu oder Garnelen gleichermaßen gut, lässt sich in rund 30 Minuten zubereiten und durch Gemüse, Proteine und Toppings individuell anpassen.

Wichtiger Hinweis

Erdnüsse gehören zu den häufigsten Lebensmittelallergenen. Wer für Personen mit Nussallergie kocht, sollte Erdnüsse vollständig durch Sonnenblumenkernmus oder geröstete Kürbiskerne ersetzen und auf versteckte Erdnussanteile in Currypasten achten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Currypaste in Kokoscreme anbraten – das ist die Basis für echten Geschmack
  • Erdnussbutter oder ganze Erdnüsse beides funktioniert, verändert aber die Textur
  • Fischsauce und ein Spritzer Limette runden das Gericht geschmacklich ab
  • Massaman- und Panang-Paste harmonieren besonders gut mit Erdnüssen
  • Das Curry lässt sich bis zu drei Tage im Kühlschrank aufbewahren

„Das Geheimnis liegt nicht in der Zutatenliste – sondern darin, die Currypaste wirklich ordentlich in der Kokoscreme zu rösten, bevor die Flüssigkeit dazukommt. Dieser eine Schritt macht den Unterschied zwischen einem guten und einem außergewöhnlichen Curry.“

Mira Sontag

Foodjournalistin und Kochbuchautorin, hat drei Jahre in Chiang Mai gelebt und betreibt seit 2015 einen auf südostasiatische Küche spezialisierten Blog.

Was ist Thai Curry mit Erdnüssen?

Ein cremiges Curry auf Kokosmilchbasis mit Currypaste und Erdnüssen als charakteristischer Zutat – aromatisch, leicht scharf und nussig.

Thai Curry bezeichnet eine Gruppe von Gerichten, die auf einer in Öl oder Kokoscreme gebratenen Gewürzpaste basieren und durch Kokosmilch zu einer sämigen Sauce werden. Erdnüsse spielen dabei keine traditionell zentrale Rolle in allen Curryvarianten – wohl aber in Massaman und Panang, zwei der beliebtesten Stile außerhalb Thailands. Die Nüsse ergänzen die Schärfe der Paste mit einer warmen, runden Tiefe.

In der deutschsprachigen Alltagsküche hat sich das Erdnuss-Curry als eigenständige Geschmackskombination etabliert: Die Zugabe von Erdnussbutter aus dem Vorratschrank ist zwar nicht klassisch-authentisch, erzeugt aber eine samtige Konsistenz, die viele schlicht lieben.

Welche Zutaten brauche ich?

Kokosmilch, Currypaste, Erdnüsse oder Erdnussbutter, Sojasauce oder Fischsauce, Limette, Gemüse und eine Proteinquelle.

Die Grundliste ist kürzer als viele erwarten:

  • a) 400 ml Kokosmilch (Vollfett für beste Konsistenz)
  • b) 2–3 EL Currypaste nach Wahl
  • c) 3 EL Erdnussbutter (geröstete Variante) oder 80 g geröstete Erdnüsse
  • d) 1 EL Fischsauce (oder Sojasauce für vegan)
  • e) 1 TL Palmzucker oder brauner Zucker
  • f) Limettensaft, frischer Koriander, Gemüse nach Wahl

Optional, aber sinnvoll: Zitronengras, Kaffirlimettenblätter und frischer Ingwer. Diese Zutaten kauft man am besten in asiatischen Supermärkten – sie kosten wenig und heben das Ergebnis spürbar.

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Welche Currypaste eignet sich am besten?

Massaman- oder Panang-Paste harmonieren am besten mit Erdnüssen, da beide ohnehin Gewürze wie Kreuzkümmel, Kardamom und Koriandersamen enthalten.

Currypaste Schärfegrad Geschmacksprofil Passt zu Erdnüssen?
Massaman Mild Warm, süßlich, würzig Sehr gut – klassische Kombi
Panang Mittel Reich, nussig, tiefwürzig Ausgezeichnet
Rote Paste Mittel–scharf Fruchtig, kräftig Gut
Gelbe Paste Mild Kurkumatig, mild Gut, besonders mit Hähnchen
Grüne Paste Scharf Frisch, kräuterwürzig Möglich, aber ungewöhnlich

Für den Einstieg empfiehlt sich Massaman – die Paste verzeiht kleine Fehler bei der Dosierung und ist für europäische Gaumen oft der angenehmste Einstieg ins Thai Curry.

Wie bereite ich Thai Curry mit Erdnüssen Schritt für Schritt zu?

Currypaste in Kokoscreme anrösten, Proteine und Gemüse hinzufügen, mit Kokosmilch ablöschen und zum Schluss Erdnüsse, Fischsauce und Limette einrühren.

  1. Wok oder Pfanne stark erhitzen. Den festen Teil der Kokosmilch (Kokoscreme) hineingeben und aufschmelzen lassen.
  2. Currypaste hinzufügen und 2–3 Minuten unter ständigem Rühren in der Kokoscreme braten, bis das Öl sich leicht absetzt.
  3. Proteinquelle (Hähnchen in Streifen, Tofu-Würfel, Garnelen) hinzufügen und kurz anbraten.
  4. Restliche Kokosmilch, Zitronengras und Kaffirlimettenblätter einrühren. Hitze reduzieren.
  5. Festeres Gemüse (Paprika, Brokkoli, Aubergine) zufügen. 8–10 Minuten köcheln lassen.
  6. Erdnussbutter oder Erdnüsse einrühren, mit Fischsauce, Zucker und Limettensaft abschmecken.
  7. Mit frischem Koriander, gehackten Erdnüssen und einem Spritzer Limette servieren.

Expert Insight

Das Rösten der Paste in der Kokoscreme ist der entscheidende Schritt. Viele übergehen ihn, indem sie alles zusammen aufkochen. Dabei gehen die fettlöslichen Aromastoffe der Paste verloren – das Ergebnis schmeckt flacher. Mindestens zwei volle Minuten rösten, bis die Paste leicht brutzelt.

Wie lange dauert die Zubereitung?

Vorbereitung und Kochen zusammen etwa 25–35 Minuten. Schneller geht es kaum für ein Gericht mit dieser Geschmackstiefe.

Wer Gemüse vorab schneidet und Zutaten bereitstellt, kommt mit 30 Minuten hin. Bei Massaman mit Rindfleisch verlängert sich die Zeit auf 45–60 Minuten, weil das Fleisch länger Schmorzeit braucht.

Welche Erdnüsse oder Erdnussprodukte kann ich verwenden?

Geröstete Erdnüsse, natürliche Erdnussbutter ohne Zuckerzusatz oder Erdnussmus – alle drei funktionieren, erzeugen aber unterschiedliche Texturen.

Ganze geröstete Erdnüsse geben Biss und visuelle Wirkung. Erdnussbutter cremig macht die Sauce dichter und gleichmäßiger. Am authentischsten ist eine Kombination: Erdnussbutter in die Sauce einrühren, gehackte geröstete Erdnüsse als Topping darüber streuen.

Kann ich Thai Curry mit Erdnüssen mit Erdnussbutter machen?

Ja, absolut. Erdnussbutter ist die unkomplizierteste Option – zwei bis drei Esslöffel reichen für eine ausgeprägte Erdnussnote.

Naturbelassene Erdnussbutter ohne Palmöl und Zucker schmeckt besser als industrielle Varianten. Wer eine intensivere Nussnote möchte, rührt die Butter direkt nach der Paste in die Kokoscreme, bevor die Kokosmilch dazukommt.

Welches Gemüse passt dazu?

Paprika, Brokkoli, Zucchini, Aubergine und Zuckerschoten – am besten in der Reihenfolge ihrer Garzeit zugeben.

Auberginen saugen die Sauce wunderbar auf und sind ideal für vegetarische Versionen. Babyspinat kann in den letzten zwei Minuten eingerührt werden und fällt zusammen, ohne zu verkochen. Was nicht gut funktioniert: Weißkohl oder Möhren in dicken Scheiben – die brauchen zu lange und verändern die Konsistenz der Sauce.

Welche Proteinquelle eignet sich?

Hähnchenbrust oder -schenkel, Garnelen, fester Tofu und Rindfleisch sind die gängigsten Optionen – jede erfordert eine leicht andere Gartechnik.

Garnelen brauchen nur 3–4 Minuten und kommen daher spät in die Pfanne. Hähnchen in Streifen gart in 8–10 Minuten durch. Fester Tofu sollte vorher gepresst und kurz angebraten werden – so hält er die Hitze besser und nimmt die Sauce tiefer auf.

Wie mache ich Thai Curry mit Erdnüssen vegetarisch oder vegan?

Fischsauce durch Sojasoße oder Tamari ersetzen, Tofu als Protein verwenden, auf tierfreie Currypaste achten – das Ergebnis steht dem Original kaum nach.

Viele im Handel erhältliche Currypasten enthalten Garnelenpaste. Wer vollständig vegan kochen möchte, greift zu explizit veganen Pasten (z. B. von Mae Ploy oder Alnatura). Räuchertofu gibt zusätzliche Tiefe und eine leicht herzhafte Note.

Welche Kokosmilch ist die richtige?

Vollfett-Kokosmilch mit mindestens 60 % Kokosnussanteil. Light-Varianten sind zu wässrig für eine cremige Sauce.

Expert Insight

Kokosmilch in der Dose trennt sich beim Stehenlassen – der feste, fettige Teil oben ist die wertvolle Kokoscreme. Genau dieser Teil wird als erstes in die Pfanne gegeben und für das Anbraten der Paste verwendet. Wer die Dose vorher schüttelt, verliert diesen Vorteil.

Wie scharf wird Thai Curry mit Erdnüssen und wie kann ich die Schärfe anpassen?

Die Schärfe hängt direkt von Pastemenge und Pastenart ab – mit Massaman bleibt es mild, mit roter Paste wird es kräftig.

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Ein Esslöffel roter Paste für 400 ml Kokosmilch ergibt für die meisten Menschen ein angenehm würziges Gericht. Wer empfindlicher ist, beginnt mit einem halben Löffel und schmeckt ab. Mehr Kokosmilch, ein Teelöffel Zucker oder etwas mehr Erdnussbutter dämpfen überschüssige Schärfe zuverlässig. Frische rote Chilies als Topping erlauben es, individuell nachzuschärfen.

Was ist der Unterschied zwischen roter, grüner und gelber Currypaste?

Die Farbe gibt das Aromaprofil vor: Grün ist frisch-scharf durch grüne Chilies, Rot kräftig-fruchtig, Gelb mild durch Kurkuma und Kreuzkümmel.

Grüne Paste ist in Thailand tatsächlich die schärfste der drei – entgegen der verbreiteten Annahme. Für Erdnuss-Currys empfiehlt sich Rot oder Gelb, da diese Pasten erdige, warme Noten mitbringen, die mit der Nusswürze besser interagieren als das frische Profil der grünen Paste.

Welche Beilage passt am besten und wie koche ich Jasminreis richtig?

Jasminreis ist die klassische Beilage – er saugt die Sauce perfekt auf. Reisnudeln funktionieren als leichtere Alternative.

Jasminreis im Verhältnis 1:1,5 (Reis zu Wasser) mit Deckel bei niedrigster Hitze 12 Minuten garen, dann 5 Minuten ziehen lassen. Nicht rühren. Das erzeugt lockere, separate Körner statt klebriger Klumpen. Wer experimentieren möchte: breite Reisnudeln, kurz in heißem Wasser eingeweicht, nehmen die Sauce ähnlich gut auf.

Kann ich Thai Curry mit Erdnüssen vorbereiten, aufbewahren und einfrieren?

Ja zu allem. Im Kühlschrank hält es drei Tage, im Gefrierschrank bis zu drei Monate – ohne großen Qualitätsverlust.

Das Curry schmeckt am nächsten Tag oft noch besser, weil die Aromen einziehen. Zum Aufwärmen: bei niedriger Hitze langsam erwärmen, nicht kochen lassen. Kokosmilch kann bei starker Hitze flocken. Ein Schuss frische Kokosmilch beim Aufwärmen bringt die Cremigkeit zurück. Zum Einfrieren: Tofu verliert beim Auftauen Textur – besser frisch zugeben.

Was tun wenn Thai Curry zu dünn oder zu dick ist?

Zu dünn: länger einkochen oder mehr Erdnussbutter einrühren. Zu dick: mit Kokosmilch oder etwas Wasser verdünnen.

Zu dünnes Curry entsteht meist durch zu viel Flüssigkeit von Anfang an oder wasserhaltigem Gemüse wie Zucchini. Abdeckung abnehmen und fünf Minuten sprudelnd einköcheln löst das Problem schnell. Umgekehrt gilt: wer zu viel Paste verwendet hat, kann mit Kokosmilch und einem Teelöffel Zucker retten.

Wie bekomme ich mein Thai Curry cremiger?

Mehr Kokoscreme, mehr Erdnussbutter und eine längere Röstphase der Paste sorgen für maximale Cremigkeit.

Ein Trick aus thailändischen Profiküchen: Am Ende einen Teelöffel Kokoscreme roh einrühren, ohne nochmals zu kochen. Das gibt der Sauce einen seidigen Glanz und rundet den Geschmack ab.

Welche typischen Fehler sollte ich vermeiden?

Paste nicht ordentlich anbraten, Light-Kokosmilch verwenden, Gemüse verkocht hinzugeben – das sind die häufigsten Fehler.

  • a) Paste direkt in Flüssigkeit rühren statt in Kokoscreme anrösten
  • b) Zu viel Flüssigkeit auf einmal hinzugeben
  • c) Alle Zutaten gleichzeitig in die Pfanne werfen
  • d) Am Ende kein Abschmecken mit Fischsauce, Zucker und Limette
  • e) Zu starke Hitze beim Kochen – Kokosmilch flockt aus

Ist Thai Curry mit Erdnüssen gesund und wie viele Kalorien hat es?

Es ist nährstoffreich und sättigend. Eine Portion mit Reis liegt je nach Zutaten bei rund 500–700 kcal.

Erdnüsse liefern Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren und Magnesium. Kokosmilch enthält mittelkettige Fettsäuren. Das Gericht ist glutenfrei, wenn man glutenfreie Sojasauce oder Fischsauce verwendet. Wer Kalorien reduzieren möchte, ersetzt Vollfett-Kokosmilch durch eine halbierte Menge und ergänzt mit Gemüsebrühe.

Expert Insight – Nährstoffe im Überblick

Erdnüsse: Vitamin E, Niacin, Folsäure, Magnesium, pflanzliches Protein. Kokosmilch: Eisen, Kalium, MCTs. Currygewürze: entzündungshemmende Inhaltsstoffe durch Kurkuma, Ingwer und Chili. Das Gericht ist keine Diätkost – aber als vollwertige Hauptmahlzeit durchaus ausgewogen.

Woher kommt Thai Curry mit Erdnüssen ursprünglich?

Massaman Curry – die Variante mit Erdnüssen – hat persisch-malaiische Wurzeln und gelangte über muslimische Händler in den Süden Thailands.

Der Name „Massaman“ leitet sich vermutlich von „Mussulman“ ab, einem alten Begriff für Muslime. Das Curry unterscheidet sich von anderen Thai-Currys durch seine warmen Gewürze wie Kardamom, Zimt und Nelken – eindeutig ein Einfluss aus der indisch-persischen Küche. Dennoch ist es heute untrennbar mit Thailand verbunden und wurde 2011 von CNN auf Platz eins der weltbesten Gerichte gewählt.

Was ist der Unterschied zwischen Thai Curry und indischem Curry?

Thai Curry basiert auf frischen Kräuterpaste und Kokosmilch; indisches Curry auf getrockneten Gewürzmischungen und häufig Tomaten oder Joghurt.

Beide teilen den Begriff „Curry“, haben aber wenig gemein. Thai-Currypasten enthalten frische Zutaten wie Zitronengras, Galgant und Kaffirlimettenschale. Indische Masalas leben von getrockneten, gemahlenen Gewürzen. Der Geschmack ist fundamental verschieden – Thai Curry wirkt frischer und aromatisch-floraler, indisches Curry tiefer und wärmer.

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Welche Gewürze und Kräuter gehören in authentisches Thai Curry?

Zitronengras, Galgant, Kaffirlimettenblätter, Thai-Basilikum, frischer Koriander, Chili und Knoblauch sind die Kernelemente.

Galgant ist kein austauschbarer Ingwer – der Geschmack ist holziger, schärfer, erdiger. Kaffirlimettenblätter geben dem Curry eine unverwechselbare zitrusartige Tiefe, die durch nichts vollständig ersetzt werden kann. Wer authentisch kochen möchte, bestellt diese Zutaten beim asiatischen Händler online oder sucht den nächsten Asiamarkt auf.

Wo kann ich thailändische Zutaten kaufen?

Asiatische Supermärkte sind die erste Wahl; online-Shops wie Asian Food Grocer oder Amazon ergänzen das Angebot für spezialisiertere Zutaten.

In größeren deutschen Städten gibt es gut sortierte Asialäden mit Currypasten, Kaffirlimettenblättern (frisch oder gefroren), Galgantwurzel und Jasminreis. Wer keinen in der Nähe hat: Kaffirlimettenblätter gefroren halten mehrere Monate, Zitronengraspaste aus der Tube ist ein akzeptabler Ersatz für frisches Zitronengras.

Welche Alternativen gibt es für Fischsauce?

Sojasauce, Tamari oder spezielle vegane Fischsauce-Alternativen aus Algen erfüllen die Funktion als Umami-Träger.

Fischsauce gibt Tiefe, Salzigkeit und Umami – kein einzelnes Produkt ersetzt das vollständig. Tamari plus ein Tropfen Worcestershire (vegane Variante erhältlich) kommt dem Original am nächsten. Für eine vollständig vegane Küche sind inzwischen brauchbare Algen-basierte Alternativen im Handel.

Kann ich Erdnüsse durch andere Nüsse ersetzen?

Cashewkerne oder Mandelmus sind die besten Alternativen – Cashews ähneln Erdnüssen geschmacklich am stärksten.

Geröstete Cashews geben ein cremiges, leicht süßes Profil. Mandelmus verändert die Sauce stärker. Sonnenblumenkernmus eignet sich besonders bei Erdnussallergien – der Geschmack ist neutraler, aber die Cremigkeit bleibt erhalten.

Was mache ich bei einer Erdnussallergie?

Erdnüsse durch Sonnenblumenkernmus oder geröstete Kürbiskerne ersetzen und sicherstellen, dass die Currypaste ebenfalls erdnussfrei ist.

Einige fertige Currypasten enthalten Erdnusspuren. Etiketten genau lesen. Wer für Gäste mit Allergie kocht, ist mit einer selbst hergestellten Paste aus frischen Zutaten auf der sichersten Seite.

Welches Kochgeschirr brauche ich?

Ein Wok oder eine beschichtete Pfanne mit hohem Rand reicht vollständig aus – kein Spezialwerkzeug nötig.

Ein Stahlwok erhitzt schneller und speichert Wärme besser als eine normale Pfanne. Wer keinen hat: eine tiefe, beschichtete Pfanne tut es genauso. Wichtig ist, dass das Gefäß groß genug ist, damit die Sauce beim Umrühren nicht spritzt.

Was ist Massaman Curry und passt es zu Erdnüssen?

Massaman ist das mild-würzige Thai-Curry mit persischen Einflüssen – Erdnüsse sind in diesem Curry sogar traditionell vorgesehen.

Massaman enthält klassischerweise Rind oder Hähnchen, Kartoffeln, Zwiebeln und ganze geröstete Erdnüsse. Die langen Schmorzeit macht das Fleisch butterzart. Es ist das wärmste, herzhafteste Thai-Curry – ideal für Menschen, die Schärfe scheuen aber komplexe Aromen lieben.

Wie unterscheidet sich Panang Curry von anderen Thai Currys?

Panang ist dicker, intensiver und enthält in der Paste traditionell gemörserte geröstete Erdnüsse – eine der konzentriertesten Thai-Curryvarianten.

Im Vergleich zu einem regulären roten Curry ist Panang weniger suppig und eher saucig. Es wird mit weniger Kokosmilch zubereitet und hat eine tiefere, dichtere Konsistenz. Kaffirlimettenblätter in feinen Streifen als Topping sind klassisch. Wer Thai Curry mit Erdnüssen in seiner reinsten Form sucht, liegt mit Panang goldrichtig.

Welche Toppings passen zu Thai Curry mit Erdnüssen?

Gehackte Erdnüsse, frischer Koriander, Limettenspalten, Thai-Basilikum, rote Chilistreifen und ein Spritzer Kokoscreme.

Toppings sind nicht nur Dekoration – sie verändern Textur und Frische beim Essen. Besonders wichtig: Limettensaft direkt über das fertige Curry geben, nicht beim Kochen. Die Säure bleibt so präsenter und heller. Frisches Thai-Basilikum gibt einen anisartigen, leicht pfeffrigen Abschluss, der das Gericht öffnet.

Passt Limette zu Thai Curry mit Erdnüssen?

Unbedingt. Ein Spritzer frischer Limette am Ende ist kein optionales Extra – er ist geschmacklich essentiell.

Säure balanciert die Reichhaltigkeit von Kokosmilch und Erdnuss. Ohne Limette wirkt das Curry schwerer und eindimensionaler. Das Gleiche gilt für Kaffirlimettenblätter während des Kochens – sie geben eine aromatische Zitrusnote, die frischer Limettensaft allein nicht vollständig ersetzt.

Welche Getränke passen zu Thai Curry mit Erdnüssen?

Jasmin- oder Kräutertee, Thai-Eistee, leichtes Bier oder ein trockener Riesling harmonieren gut mit der Würze.

Alkohol und Schärfe: Je schärfer das Curry, desto besser funktioniert ein leichtes, kühles Bier. Wein passt überraschend gut – ein aromatischer Riesling mit Restsüße nimmt der Schärfe die Spitze. Wasser ist immer richtig, Cola und sehr süße Getränke übertünchen die Aromen eher als dass sie sie ergänzen.

Häufige Fragen

Kann ich Thai Curry mit Erdnüssen auch ohne Kokosmilch machen?

Kokosmilch ist die Basis des Currys, aber pflanzliche Alternativen wie Hafer- oder Cashewsahne funktionieren. Der Geschmack verändert sich deutlich – der typisch tropisch-cremige Charakter geht verloren, das Gericht bleibt aber aromatisch.

Ist Thai Curry mit Erdnüssen glutenfrei?

Das Grundrezept ist glutenfrei, solange man glutenfreie Sojasauce oder Fischsauce verwendet. Manche Fertig-Currypasten können Spuren von Weizen enthalten – das Etikett genau prüfen.

Wie viel Erdnussbutter kommt in Thai Curry?

Zwei bis drei Esslöffel auf 400 ml Kokosmilch geben eine deutliche, aber ausgewogene Erdnussnote. Wer es intensiver mag, erhöht auf vier Esslöffel – dann die Konsistenz mit etwas Kokosmilch regulieren.

Was ist der Unterschied zwischen Panang Curry und Massaman Curry?

Panang ist konzentrierter, sauciger und enthält Erdnüsse in der Paste selbst. Massaman ist milder, hat persisch-arabische Gewürzeinflüsse wie Zimt und Kardamom und enthält Kartoffeln als typische Beilage.

Kann ich Thai Curry mit Erdnüssen für Meal Prep verwenden?

Ja. Thai Curry eignet sich hervorragend für die Wochenvorbereitung. Sauce und Proteine getrennt vom Reis aufbewahren, hält problemlos drei Tage im Kühlschrank und bis zu drei Monate gefroren.

Thai Curry mit Erdnüssen ist eines der zugänglichsten und gleichzeitig vielschichtigsten Gerichte der asiatischen Küche – wer einmal verstanden hat, dass der Geschmack beim Anrösten der Paste entsteht und nicht beim langen Kochen, wird immer wieder dazu greifen. Die Zutaten sind günstig, die Technik erlernbar, und das Ergebnis lässt sich mühelos an Saison, Ernährungsweise und persönlichen Vorlieben anpassen. Ein Gericht, das nach dem ersten Mal selten das letzte Mal bleibt.

Peter Mälzer
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